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Ratgeber · Familie & Behörden

Behördengänge nach einem Todesfall: Was wann zu tun ist

Wenn ein Mensch stirbt, bleibt neben der Trauer vieles zu regeln. Sie müssen das nicht alles auf einmal tun. Hier steht ruhig und der Reihe nach, was in den ersten Tagen wirklich wichtig ist und was Zeit hat.

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In den ersten Stunden zählt nur weniges: der Totenschein und die Frage der Bestattung. Fast alles andere – Versicherungen, Konten, Nachlass – hat ein paar Tage Zeit. Nehmen Sie sich die Punkte nacheinander vor, nicht alle zugleich.

Die Schritte in der richtigen Reihenfolge

1

Arzt verständigen, Totenschein ausstellen lassen

Zuerst stellt ein Arzt den Tod fest und stellt den Totenschein aus. Er ist die Grundlage für alle weiteren Schritte. Im Krankenhaus oder Heim geschieht das automatisch.

zuerst · Arzt
2

Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen

Beim Standesamt des Sterbeorts wird der Tod beurkundet. Sie bekommen die Sterbeurkunde – am besten in mehreren Ausfertigungen, da viele Stellen sie brauchen. Nötig sind Totenschein, Personalausweis und je nach Familienstand Geburts- oder Heiratsurkunde.

Frist: wenige TageOrt: Standesamt
3

Bestattung mit einem Bestatter organisieren

Ein Bestattungsunternehmen übernimmt die Überführung und viele Formalitäten. In den meisten Bundesländern gibt es eine Frist, innerhalb derer die Bestattung stattfinden muss.

Ort: Bestatter
4

Testament und letzten Willen prüfen

Gibt es ein Testament, muss es beim Nachlassgericht abgegeben werden. Prüfen Sie, ob Verfügungen zur Bestattung oder zum Nachlass vorliegen.

Ort: Nachlassgericht
5

Versicherungen und Renten informieren

Lebens-, Unfall- und Sterbegeldversicherungen haben oft kurze Meldefristen – manche nur wenige Tage. Auch die Rentenversicherung und die Krankenkasse müssen Bescheid wissen.

Wichtig: teils kurze Fristen
6

Arbeitgeber, Bank und Verträge klären

Informieren Sie den Arbeitgeber und die Bank. Laufende Verträge – Miete, Strom, Abos, Mitgliedschaften – lassen sich kündigen oder übertragen. Sammeln Sie dafür die Vertragsunterlagen an einem Ort.

Bank · Arbeitgeber · Verträge
7

Erbschein und Nachlass regeln

Für den Zugriff auf Konten und Vermögen ist oft ein Erbschein nötig, den Sie beim Nachlassgericht beantragen. Der Nachlass selbst hat Zeit – nehmen Sie sich die Ruhe, die Sie brauchen.

Ort: Nachlassgericht
Tipp: Viele Stellen verlangen dieselben Unterlagen: Sterbeurkunde, Ausweis, Verträge. Wenn Sie sie an einem Ort sammeln, müssen Sie nicht bei jedem Anruf neu suchen – das nimmt in einer ohnehin schweren Zeit etwas Last.
Gut zu wissen

Häufige Fragen

Wie viele Sterbeurkunden brauche ich?

Rechnen Sie mit mehreren Ausfertigungen – für Versicherungen, Bank, Rentenversicherung und Nachlass. Fünf bis zehn sind selten zu viel.

Was muss sofort passieren, was hat Zeit?

Sofort: Totenschein und Bestattung. Zeit haben in der Regel Nachlass, Kündigungen und der Erbschein. Achten Sie nur auf kurze Meldefristen bei Versicherungen.

Brauche ich für alles einen Erbschein?

Nicht immer. Manche Banken akzeptieren ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll. Fragen Sie im Einzelfall nach, bevor Sie einen Erbschein beantragen.

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Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung; Abläufe und Fristen können je nach Bundesland und Einzelfall abweichen. Stand: 2026.